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Am Wochenende reisten unsere unerschrockenen Alpinisten über Zell am See nach Neukirchen am Großvenediger, um die Tour auf den 4 höchsten Österreicher trotz suboptimaler Witterungsbedingen durchzuführen.

Gestartet wurde dazu am Freitagnachmittag mit den Bikes beim gebührenfreien Parkplatz nähe dem Gasthaus Siggen (891m).

 

Tourenbericht:

Nach gut 1,5stündiger Bergfahrt, vorbei am Parkplatz Hopfelboden (gebührenpflichtig) und später an der Berndl Alm, erreichten wir am frühen Abend unseren Stützpunkt für die weitere Tour, die Postalm (1699m).

Nach einigen Bieren und einer hervorragenden Mahlzeit ließ es sich der Hüttenwirt nicht entgehen uns das Dynafit Testcenter zu zeigen. Man kam bei dem tollen Material fast aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Um 21:30 wurden wir schließlich in unser Zimmer mit frischer Bettwäsche ausgestattet, gebracht.

Samstag: 03:00

Wie geplant stand Roman als erster auf um nach dem Wetter zu schauen. Nach kurzer Absprache beschlossen wir in Richtung Kürsinger Hütte (2558m) zu starten.

Zuvor aber ließen wir uns das leckere Frühstück, dass uns Trudi die Hüttenwirtin noch am Vorabend hergerichtet hat, gut schmecken. Um 03:55 starteten wir dann los, zuerst der Schotterstraße bis zur Materialseilbahn folgend und dann über einen schönen Steig (zum Teil versichert) immer den Großen Geiger (3360m) im Blickfeld bis zur Hütte, welche nach rund 2 Stunden erreicht wurde. Zum ersten Mal öffnete sich nun der Blick zu unserem Ziel, dem Großvenediger, 3666m hoch. Doch durch die Wetterlage (Atlantiktief) änderte sich das im Minutentakt. Eine Stunde später beim Anseilplatz auf 2800m schien uns sogar die Sonne ins Gesicht.

Ab nun hieß es angeseilt über das Obersulzbach Kees in die Venediger Scharte (3414m) zu gelangen. Jedoch mussten wir ab der 3000er Marke immer wieder stoppen und warten um die herbeigezogenen Wolken, welche die Sicht versperrten passieren zu lassen. Ein herum irren auf einem Gletscher solchen Ausmaßes wäre fatal. Schließlich erreichten wir über 30° steile Hänge mit einigen Spalten nach rund 5,5 Stunden die Scharte.

Die Sicht ging nun in Richtung Null und nur mehr spärlich kamen wir voran.

Als sich schließlich nach ¼ stündigem Warten noch immer nichts tat, entschlossen wir uns im spaltigen Gelände keine Risiko mehr einzugehen und kehrten rund 200 Höhenmeter vorm Gipfel um.

Wir waren zwar nicht ganz oben, dennoch empfanden wir die Tour als erfolgreich, da noch dazu alle Teilnehmer bei guten Kräften waren.

Erst beim Rückzug aus dem ewigen Eis konnten wir dann die ganze Größe dieses Gletschers bestaunen.

Nach dem Versorgen der Gletscherausrüstung wiederum beim Anseilplatz schlug dann das Wetter wie prognostiziert um und es begann stark zu regnen.

So kehrten beim Abstieg wir gleich einmal in der Kürsinger ein.

Da es später zurück auf der Postalm noch stärker zu regnen begann, ließen wir das Seiterl dort aus, berichteten nur kurz den Wirtsleuten von unserem kleinen Abenteuer und brausten schließlich mit den Rädern zurück ins Tal.

Das war dann auch ein krönender Abschluss, kam doch bei Highspeed auf der überfluteten und dreckigen Schotterstraße etwas wie MTB - Rennfieber auf.

Nach dem verstauen der stark verschmutzen Kleidung und Ausrüstung ließen wir den Tag dann gemütlich in Mittersill ausklingen.

Schwierigkeiten: PD, Gletscherhänge bis 30°, spaltenreicher Gletscher, von der Postalm nur etwas für Konditionsbolzen.

Mit von der Partie: Roli, Franz, Fränky und Roman

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