2016 12 29 018Nach langem warten ist es nun soweit, das Pistengehen hat vorerst ein Ende ;-)  Der Wetterbericht verspricht ein Traum Tagerl und am Vortrag vielen rund 50 cm Neuschnee, Tourenherz was willst du mehr?

So starten wir zeitig an der Talstation der Wurzeralm um den Skifahren aus dem Weg zu gehen, die Tour auf die Rote Wand. Der Weg ist bereits bekannt, da wir diese Tour schon 2009 bei eisigen Temperaturen absolvierten!   

Link 2009

Der Wetter Frosch behielt recht, wie man unschwer auf den Bildern erkennen kann.

DSC01908Am Samstag wurden noch einmal die Schier ausgeführt. Da Roman einmal mehr allein ausrücken musste, musst ein „unproblematisches“ Ziel her.

Priel und Stoffenkarrinne also nicht.

Wie wärs mal mit dem Rinner vom Offensee aus übers Rinnerstüberl?

Gedacht, getan!

Im Hochwinter wäre die Tour durch seine steilen Hänge gerade im unteren und mittleren Bereich eher ein Selbstmordkommando (der nicht mehr vorhanden Wald und das zerstörte 1. Bründerl, zeugen noch immer von der Gewalt der letzten großen Lawine vor rund 10 Jahren), jedoch jetzt im Frühjahr müsste sie perfekt sein.

Schi tragen bis zur großen Schotterriese war klar. Also rund 50min.

Danach feinste Tourenbedingungen. Beim Aufstieg Schneedecke noch hart und griffig, zeitwiese Pulver!

DSC01821Diese Traumtour glückte uns gestern bei Kaiserwetter und besten Verhältnissen!

Wir dürfen die Tourenspezialisten Stoderegger und Zehetner zitieren: „Unser Eindruck, die kürzeste, jedoch schwierigste Tour auf den imposanten Kalkriesen. Sollte nur von guten Tourengehern im Frühjahr unternommen werden. Aufgrund der südseitigen Ausrichtung oft traumhafter Firn“!

Viel mehr braucht man dazu nicht mehr sagen!

Route/Verhältnisse: Tourengeher Parkplatz Wurzeralm (150m Schi tragen, dann geschlossene Schneedecke bis zur Wurzer; Lifte geschlossen) – Wurzeralm – Bergstation Frauenkar – zwischen Ramesch und Widerlechnerstein durchs Frauenkar in die Scharte (1989m, von dort gute Übersicht des weiteren Weges) – in Spitzkehren durch das Obere Brunnsteinerkar bis an den Felsriegel mit den Seilversicherungen heran (die Felspartie ist ca. 30 hoch; die Steigeisen konnten wir aufgrund der Top – Verhältnisse im Rucksack lassen) – relativ einfach die schmale markante Rinne am Stahlseil hoch – dann durch ein steiles Minikar wieder auf den Schiern hinauf zum Toten Mann (wieder super Firn) – dann links zum bereits sichtbaren Gipfelkreuz des Warscheneck 2388m (Schnee am flachen Rücken ausreichend, jedoch windgepresst und etwas verharscht).

Als Ersatz für jährliche Höllengebirgsüberquerung starteten wir gestern bei Kaiserwetter eine weniger bekannte Alternative im Dachsteingebiet. Wir überquerten dabei den sogenannten Gjaidsteinzug, welcher das Gletschergebiet vom wüstenhaften öden Ostteil des Dachsteingebirges trennt.

Dabei handelt es sich um eine alpine Unternehmung mit Steilhängen bis 40°. Sichere Verhältnisse sind also Voraussetzung.

Wie in der Vergangenheit auch, bewältigten wir die gesamte Strecke einmal mehr per "by faire means", also ohne Seilbahnunterstützung wie all die "Rumpler - Geher" mit Start in Obertraun.

Unsere Bilder mit Beschreibung sollten euch eine gute Übersicht über die Tour geben. Viel Spaß beim Durchsehen!

Am Samstag hieß es den Hohen Zinken in der Osterhorngruppe mit den Skiern zu besteigen.

Anfangs ging es auf der Forstraße bergauf, die aber auch schon bei manchen Stellen steinig war :-).

Auf der Genneralm angekommen wurde kurz beratschlagt welcher Gipfel es werden sollte, Gennerhorn? Hoher First ? Zinken? Die Wahl viel auf den Zinken da der Schnee doch ziemlich hart und windgepresst war.

Am Gipfel erwartete uns dann eine tolle Aussicht bei Sonnenschein jedoch war der Wind ziemlich ungemütlich und wir fuhren gleich ab,

um bei der Genneralm Rast zu machen.

Die Schneebedingungen im oberen Teil des Berges reichten von teils eisig, windgepresst bis pulvrig. Im unteren Waldbereich wurde es dann besser.

Die Forstraße bis zum Parkplatz wird wohl nicht mehr lange zu befahren sein, da auch wir unsere Geräte schon kurz Schultern mussten.

 

 

Fazit: Super Tour mit toller Aussicht.

HM ca 1000

Mit dabei waren  Übi, Aschi, Tomsi und Horst.