Gestern fanden die Wettkämpfe am höchsten niederösterreichischem Berg statt, dem Schneeberg 2076m hoch.

Man konnte dabei wählen zwischen dem 17. Int. Schneeberglauf mit 1200hm auf 10km, oder dem 2. Schneebergtrail mit 2400 Höhenmetern auf 32 Kilometern.

Jürgen der Neo - Trailrunner und Roman der leidenschaftliche Bergläufer entschieden sich natürlich für die anspruchsvollere Variante!

Beide hatten ihre Hoch und Tiefs bei diesem rund 4 stündigem Kraftakt, dennoch waren sie von der Hardcore - Strecke und der TOP - organisierten Veranstaltung begeistert.

Bericht Roman:

Nach kurzer Nacht hieß es um 02:15 raus aus den Federn, um dann die weite 300km lange Roas nach Puchberg am Schneeberg (585m) anzutreten. Es ging zügig voran, und so waren bereits um Sechs vor Ort. So konnten wir nach dem holen der Startunterlagen noch etwas ausspannen, jedoch im Auto, da es draußen bloß 3 Grad plus hatte. So adjustierten wir uns erst kurz vor dem Start, welcher um 07:30 über die Bühne ging. Das 112 Mann/Frau starke Starterfeld war gut besetzt, so erfuhren wir es zumindest vom Platzsprecher. Namen mit 3. beim Zugspitzultratrail und 2. dort und da war aus dem Lautsprecher zu hören.

Start! Wie erwartet ging gleich Mal voll die Post ab (03:45min/km) und nach 300m war klar, die 10 Jungs vor mir waren eine Klasse für sich. Jürgen versuchte dran zu bleiben. Nach ein paar Metern schon verließen wir befestigten Boden und über Feld und Wiesenwege ging es ein paar Kilometer ostwärts, also eigentlich Weg vom Berg. Ehe dann der erste Anstieg auf die Läufer wartete. Dort kassierte ich dann Jürgen, der so wie ich auch etwas müde war, aber egal. Nach dem darauf folgenden Abstieg überquerten wir noch einmal eine Asphaltstraße, dass wars aber mit Asphalt.

Der Weg wurde mit der Länge technisch schwieriger, schmale Wanderwege, oft auf der Schneid des Dürren Wand. Ziemlich geil zum Laufen. Auch Jürgen schloss wieder zu mir auf und so machte ich ein paar Fotos. Ups, das ist ja gar nicht Jürgen (jeder zweite hatte die Solomon Short und die passenden Schuhe dazu an)!! Durch den falschen Jürgen angespornt lief ich also bis etwa KM 13 etwas über meine Verhältnisse. Was soll's hab ich mir gedacht, sind doch bloß „32" km. Bei der ersten Labe bei KM 14 befestigte ich dann meine Startnummer behelfsmäßig, da ein Befestigungsknopf verloren ging. Weiter. Bergauf überholten mich dann zwei Burschen mit Dino-Rex - Oberschenkeln. Hatte keine Chance nachzukommen. Die Strecke ein Traum. Wie gesagt, lange ging es direkt an der Geländekante Mal Bergauf Mal Bergab. Schließlich gelangten wir (bergab konnte ich immer wieder zu den beiden aufschließen) auf den ersten Gipfel, dem Schober 1213. Dieser Abschnitt war neu, und der Organisator ließ und beim Start wissen, „dort ist noch anspruchsvoller, als im Vorjahr". Nach dem Gipfel ging tatsächlich steil bergab in Richtung Mamauwiese. Dann über Almgelände zum nächsten Anstieg immer im Bereich Rang 15. Beim Anstieg Richtung Edelweißhütte (KM21 und Labestation) musste ich rund 4 Plätze hergeben. Es war inzwischen wieder nebelig, trüb und kalt geworden. Auch der Wind tat das seine dazu. Bei der Labe dann machte ich eine kleine Pause und trank ausreichend Tee. Da meine Kräfte schon schwanden rechnete ich jederzeit mit Rückkehr von Jürgen. So lief ich weiter, alsbald ich eine Forstraße erreichte. Ich dachte, „komisch eine Straße so nah am Berg - eine Schotterriese sollte ja auch noch kommen". Also weiter, aber die Straße war so steil, dass ich durch die hart gewordenen Oberschenkel zum Gehen gezwungen wurde. Schas dachte ich, nur nicht krampfeln. Ich durchsuchte mein Trikot und zwischen der Pflichtausrüstung von ich noch einen Traubenzucker. Dieser half etwas und nun kam sogar die Sonne hervor. So beschloss ich, nun wieder am Wanderweg weiter zulaufen. Endlich, Bergrettungsmänner vor dem finalen Anstieg auf den Schneeberg. Technisch unschwierig, aber steil und rutschig. Im Kopf die restlichen 650 Höhenmeter die auch am Start erwähnt wurden. Eine Tortur, Sicht Null und plötzlich da, da steht Einer. Ein Zuseher der mir versicherte, dass es nur noch ein paar Meter sind. Jawoi! Auch hinter mir tauchten 3 Burschen auf, auch Jürgen war dabei mit Stöcken bewaffnet. Also nichts überstürzen und erst mal eine Foto schießen (Klosterwappen 2076m) und rüber zur Labe. Jürgen war schon dort und machte sich bereit für den finalen Downhill. Also los hinterher. Meine Füße waren aber schon ziemlich hergerichtet und so konnte ich ihm leider nicht folgen. Wieder kam die Sonne heraus, das Ziel konnte man schon riechen und so schoss ich noch ein paar Bilder und joggte gemütlich über das Schneebergplateau. Jippi, da ist sie die Bergstation, die Elisabethkirche und somit das Ziel. Die letzten paar Meter wurden dann auf der Schneeberglaufstrecke gemacht der noch voll im Gange war. Die Uhr zeigt 04:14. Ziel erreicht!! Sehr harte 32km und 2400hm liegen hinter mir!

Extrem g(st)eile Sache! Mit einer Fleece Decke eingehüllt beglückwünschten wir einander und dann suchte ich aber gleich die Ziellabe auf um mir ein Hopfenbüchserl zu sichern! Einer der fettesten Ziellaben  die ich je gesehen hab (Bier, Radler, alkoholfreies Bier, bestrichen Brote, Suppe, und, und, und).

Nicht nur die Athleten des LC Puchbergs sind TOP auch ihre Veranstaltungen! Danke an dieser Stelle!

SG

Roman

 

Jürgen belegt in deiner Zeit von 04:12 Rang 22, Roman wurde 25.

Der Sieg ging an Kabicher Michael von Kolland Topsport Asics Gaal in einer Zeit von 03:28.

 

Beim Hauptlauf wurde Jonathan Wyatt seiner Favoritenrolle nicht ganz gerecht und so siegte Katrinberglaufsieger 2013 Dlugosz Andrzej.

Seine Frau, Confortola Wyatt Antonella konnte jedoch den Damenbewerb für sich entscheiden.

Alles im Lot also im Haus der Außerirdischen.

 

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