IMG_4573Heute ging mit dem Salzburger Trailrunning Festival die Wettkampfsaison auch für Roman zu Ende.

Die Hardfacts dieses TOP – Events: Start am Samstag mit dem Festungstrail (ca. 16km mit 570hm inkl. 1360 Stufen) mit einem starkem Starterfeld allen voran dem 7-fachen Berglaufchampion Jonathan Wyatt, der auch die letztjährige Ausgabe für sich entscheiden konnte. Weiters starteten Robert Gruber, Robert Stark und Andreas Tockner uvm. Mit von der Partie auch Jürgen Schönhuber und die Reit(t)er – Brothers.

Am Sonntag ging es mit dem Gaisbergtrail dann in die Entscheidung: ca. 22km mit rund 1350hm inkl. 2446 Stufen!!

Start für alle Bewerbe war am Kapitelplatz in der Salzburger Altstadt.

 

 

Am Samstag um 16:30 ging es also los. Nach einer Runde um den Dom ging es weiter durch den Festspielbezirk und mit der Clemens Holzmeisterstiege beginnend steil bergauf. In Summe sind 2 Runden um und auf dem Mönchs- und Festungsberg bzw. dem Kaiviertel mit Pflastersteinen und engen Gassen, die höchste Konzentration erfordern, zu absolvieren. Gewöhnliche Straßenlaufschuhe reichten hierfür aus. Rutschig war es dennoch zum Teil sehr und so stürzten auch etliche Läufer. Abschließend wartete noch der gefürchtete Anstieg zur Festung Hohen Salzburg mit Wendeltreppen in der Festung und der viel zitierten schönsten Ziellinie Österreichs, im Innenhof der Festung.

 

IMG_4587Am schnellsten gelang dies dem „außerirdischem Kiwi“ in 01:03:23, jedoch dicht gefolgt von Robert Gruber. Dritter wurde Gerhard Russegger vom Team Sports Direct/Salomon Running mit Respektabstand (01:09:01). Jürgen lief ein hervorragendes Rennen und wurde in 01:10:09 Kombi - Sechster und konnte sich so locker für das Verfolgungsrennen am Sonntag qualifizieren (die ersten 20 Herren und 3 Damen starteten am Sonntag eine quasi „Biathlon“ – Verfolgung. Der Rest lief nach 15min hinterher). Roman lief ebenfalls ein beherztes Rennen, leicht angeschlagen von einer Verkühlung, aber halbwegs fit und finishte so in 01:19:54 als 30. Helmut Kibler (LC Sicking) und Robert Wimmer (LCAV) in Schlagweite. Auch die Reit(t)er – Brothers bewiesen einmal mehr ihre Stärke wenn Höhenmeter zu meistern sind. Roland: 01:26. Hans: 01:30 und somit der Sieg in der Klasse Masters II. Gratulation an dieser Stelle!

Bei den Damen gewann erwartungsgemäß die Deutsche Michaela Schedler vom Team Salomon Deutschland in 01:17:44. Die sympathische Salzburgerin Angelika Tafatsch vom Team Bikepalast schuf sich als Zweite in 01:20:46 eine gute Ausgangsposition für die Kombiwertung.

Nach dem Duschen und der kurzweiligen Siegerehrung mit Startnummernausgabe für die genannten „23“ ging es für Jürgen und Roman gleich wieder ab nach Hause. Heimschläfer sozusagen.

Sonntag: Nach kurzer Wettkampfpause ging es um 09:30 (Verfolgung) bzw. 09:45 (der Rest + Einzel- und Staffelstarter) mit dem Gaisbergtrail in die 2. und somit finale Runde. Dieses Mal gesellten sich wiederum namhafte Einzelstarter zum Reigen der Kombi – Trailrunner. Ua. Markus Reich, usw.

IMG_4597Strecke: Wiederum von der Altstadt führt die Strecke über den Kapuzinerberg (Basteiweg entlang der Stadtmauer) und den Kühberg hinauf zur Gaisbergspitze. Von dort geht es über schnelle und technisch anspruchsvolle Downhills Richtung Campingplatz Aigen. Wer eine „Kreh“ (ein Downhill vom Feuerkogel) nach Regengüssen gewöhnt ist, braucht aber diesen Streckenabschnitt nicht zu fürchten. Entlang der Salzach ging es schließlich retour zum Kapitelplatz.

Nachdem die Gaisbergsprintwertung (Sonderwertung) noch an Wyatt ging, konnte Gruber noch einmal Dampf machen und den Neuseeländer auf einer schwierigen Schotterpiste im Buchenwald vor dem Campingplatz Aigen einholen. Der Henndorfer sprintete dem „Champ“ im Finish entlang der Salzach einfach davon und entschied somit die Gesamtwertung zu seinen Gunsten. Zeit 2. Tag, 01:55:02. Der „Wyatt – Code“ wurde somit nun auch von Gruber geknackt. GRATULATION! Reinhold Schager (G.A.S Salzburg) und Gerhard Russegger komplettierten das Siegertreppchen (Ex equo nach Absprache??).

Auch die Oberösterreicher boten tolle Leistungen. Allen voran Jürgen Schönhuber der als Gesamtachter mit einer Tageszeit von 02:17 finishen konnte! Super Jürgen! Aber auch Kibler Heli macht noch einen Sprung nach vorn und finishte als Gesamt 11er. Tageszeit von 02:19. Wimmer Robert belegte Gesamtrang 17 in einer Tageszeit von 02:26. Roman konnte zwar auf die ersten 20 Verfolger nicht mehr ganz aufschließen, jedoch lief er mit der Siebzehnten Zeit vom Sonntag auf den 21. Gesamtrang! Zeit Gaisbergtrail: 02:26.

Bei den Damen hieß das Duell erneut Schedler gegen Tafatsch. Die Deutsche ging zwar mit 3 Minuten Vorsprung ins Rennen, jedoch gelang es der Salzburgerin, wie schon Gruber bei den Herren, die Konkurrentin bergab abzufangen! Somit war der österreichische Doppelsieg perfekt! Sehr zufrieden steckte uns die Siegerin in einem kleinen Plausch im Ziel, „zum Glick kinan die Deitschn net gscheit bergob rena“! Cool Recht hast Wink! Gratulation!!

Insgesamt haben 538 TeilnehmerInnen beim 3. Salzburg Trailrunning Festival teilgenommen. Davon starteten 177 in der Kombiwertung!

Rennbericht Roman vom Sonntag:

Von Beginn wurde so wie schon am Samstag ein hohes Tempo angeschlagen. Ich sah aber sofort ein, dass ich heute mit einem Kibler Heli nicht mithalten konnte. So fightete ich mich mit den Einzelstartern den Kapuzinerberg hoch. Entlang der alten Stadtmauer zu laufen war schon ziemlich beeindruckend. Oben angelangt ging es für uns gleich wieder hinunter und ich stellte gleich einmal klar, dass ein „Traunseebergmarathoni“ bergab einfach um Klassen besser läuft als der Rest. Hatte mir auch für den Gaisbergdownhill einiges ausgerechnet, sofern ich noch Saft hatte.

Sehr steil auf schmalen Bergpfad ging‘s dann zum Kühberg hoch. Dort, relativ spät (nach rund 1 Std.) die erste Labe. Gestärkt ging es weiter in Richtung Gaisberg. Jedoch über den Rundweg, also nicht direkt. Noch ca. 30 Minuten dachte ich, als ich die Wandertaferl mit 75min sah. Als dann das Streckentaferl mit „noch 4km zu Gaisbergspitze“ kam, erreichte ich einen Tiefpunkt in diesem Rennen. Ein Powergel richtete mich wieder auf und so konnte ich die nächsten 3km wieder Tempo machen. IMG_4598Auf dem letzten Kilometer, sehr seil zum Gipfel hinauf ging es mir dann wieder hervorragend und so konnte ich wieder ein paar Läufer zurück überholen. Oben angelangt gab es das obligatorische Gipfelfoto (so viel Zeit muss sein!!), ehe es nach der Labe dann volle Presche nach unten ging. Sofort konnte ich attackieren und holte einen nach dem anderen ein. Der Schnee und der kurze Regenschauer von gestern verwandelten den Steig in eine schlammige Piste. Mir hat’s getaugt. Anderen nicht so. Nach der Zistelalm holte ich dann ein Viererpaket ein. Es lief wie am Schnürchen und so machte mir der untere Teil mit viel Gestein am Ziehweg auch nichts aus. In Summe konnte ich bis Aigen sicherlich 10 Positionen gut machen. Die innere Spannung stieg. Konnte ich die Überholten auf den letzten 3 flachen Kilometern hinter mir halten? Ich schlug ein Tempo von 4:15 bis 4:30 an und anstatt wieder eingeholt zu werden, konnte ich noch 2 weitere Läufer kassieren. Auch auf einen früher gestarteten Deutschen schloss ich auf und finishte schließlich sehr zufrieden in 02:26.

Nachdem ersten Bier schauten wir dann auf die Ergebnislisten und es freute mich umso mehr, dass ich die die 13. Zeit erlaufen hatte und es zum 18. Gesamtrang reichte! Die Attacke vom Gaisberg runter und das Zähne zusammen beißen auf der finalen Geraden hatten sich voll ausgezahlt! Schließlich rutschte ich durch einen Messfehler der Zeitnehmung noch auf Rang 21 zurück. Wurscht, guat is gaunga, klass wors!

 

 

IMG_4614Super Veranstaltung! Neue Erfahrung für mich, 2 „längere“ Wettkämpfe hintereinander zu absolvieren. Einziges Manko, hohes Startgeld (80€) und kein Tee bei den Laben (hallo, wie haben Ende Oktober!). Ein Finisher – Geschenk (Leiberl oder so) wäre fein gewesen So hat nun jeder Elefant meiner Tochter ein und dieselbe Medaille bekommen!

Mit sportlichen Grüßen,

Roman

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